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Geschichte

Feldmarschall DuRoc und der Hoterberg

Ereignisse des Jahres 1813

Bis zu seinem erzwungenen Rückzug am 20. März 1813 hatte Napoleon in
der Umgebung erhebliche Truppenteile versammelt. Je ein Regiment von 1000 Mann nahm auch in Holtendorf, Markersdorf und Girbigsdorf Stellung. Am 20./21.Mai jedoch siegte Napoleon in der Schlacht bei Bautzen.

Nun waren die Preußen und Russen im Rückzug und nahmen Aufstellung im "Kanonenbusch", wie dieses Waldstück seit jenen Tagen heißt. 22.Mai ... Die Franzosen rückten weiter vor. Die befeindete Armee der Preußen und Russen, befehligt von General Nikitin, ging weiter zurück bis Holtendorf/Markersdorf. Auf dem Hoterberg ließ Nikitin eine schwere Batterie Artillerie aufstellen.
Diese gab 3 Schüsse ab als die Franzosen Obermarkersdorf besetzten und Napoleon in das Dorf eintrat. Es seien eigentlich nur Probeschüsse gewesen

Die dritte Kugel prallte von einem Baum ab, tötete Ingenieur-General Kirchener und zerschmetterte das rechte Bein des Großmarschalls DuRoc, Herzog von Friaul. Napoleon, tief ergriffen von DuRocs Verwundung, ließ die Verfolgung einstellen.

Erhalten blieb aus diesen Stunden eine rührend sentimentale Geschichte:
Auf dem Sterbelager fand Napoleon den Marschall kaltblütig und bei vollem Bewusstsein.
DuRoc sprach: "Mein ganzes Leben war Ihrem Dienst geweiht und ich verliere es nur ungern, weil es für Sie noch hätte nützlich sein können".
Napoleon antwortete: "Es gibt ein anderes Leben. Dahin gehen Sie, mich zu erwarten, da werden wir uns wieder finden".
DuRocs Abschied: "Ach Sire, begeben Sie sich weg, dieses Schauspiel bereitet Ihnen Schmerz".
Napoleon: "Leben Sie wohl, mein Freund".

Marschall DuRoc gehörte zu des Kaisers nächster Umgebung. Er starb am folgenden Morgen um 10 Uhr. Sein Leichnam wurde zur Brüderstraße 3 nach Görlitz gebracht und dort einbalsamiert. Im Geleit zweier Gardekompanien wurde Marschall DuRoc nach Paris überführt. Ingenieur-General Kirchener wurde in Markersdorf bestattet. Am 18. August 1813 weilte Napoleon noch einmal in Markersdorf, er übergab den Bauern Hansprach eine Anweisung fr 4000 Taler und zu einem Denkmal der Gemeinde Markersdorf 1000 Taler. 1830 wurde an der Stelle, an der DuRoc fiel, ein Gedenkstein errichtet.

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